JULI 2008
Es gibt Momente, da liege ich auf meiner Terrasse, genieße Dasein und Sonne (wenn sie denn scheint) und starre in den Himmel... irre schön, aber auf Dauer? Dann gibt's wiederum Momente, wo ich mich nach getaner Arbeit frage, wieso ich eigentlich soviel Mühe z.B. für meine Webseite aufwende.
CUI BONO? (wem nützt das?), spöttelt eine liebe Freundin mitunter ketzerisch und des Lateinischen mächtig. Worauf ich trotzig erwidere: MIR! Ganz allein MIR! Es macht mir einfach Spaß, zu fabulieren und zu produzieren. Klar! Es bringt weder Geld noch Ruhm, nicht einmal Anerkennung im Vergleich zum Aufwand. Trotzdem: wenn jemand schreibt, dass ihm meine Website Freude bereitet, gehts mir wie Schauspielern: Applaus ist das Brot des Künstlers und der schönste Lohn. Und wenn Leute wie Ex-Bundeskanzler Schmidt einfordern: "Salus populis suprema lex" und die erwähnte Freundin frei übersetzt: Volkeswohl geht über Eigenwohl, und dozierend hinzufügt, eigentlich hieße es publica (Gemeinwohl), dann spüre ich die eigene Verpflichtung und schinde mich gern im neu gewonnenen Bewußtsein. Denn wer kann bei solchen Vorgaben noch reuelos die Freuden des Nichtstun genießen? Einfach und ungeschraubt ausgedrückt: kein Geld dieser Welt ersetzt Zufriedenheit mit dem eigenen Tun. Und deshalb werde ich meine Internetpräsenz fleißig fortführen, kostenlos bleiben und auch ganz ohne "Membership", "Clubcards" und andere Hintertürchen auskommen. Einzig gegen den (gern gelesenen) erwähnten Applaus...
DEZEMBER 2007
Zusammen mit meinem Freund Jörg Fulst stieg ich tief in dessen Archiv und grub Dutzende von interessanten Fotos aus.Viele davon sind bereits gescannt und eingestellt: es betrifft die Seiten "Keller", "Braunlage", "Das Haus an der Grenze" und "Die Bombe". Im November besuchten 818 User meine Homepage!
Vielen gefallen besonders die Fotoseiten, wie mir immer wieder gesagt wird. Also nachgucken, was neu geworden ist!!
Jörg und ich schrieben 1999 anlässlich eines Wohnfestes in Bad Harzburg einen Sketch mit dem Titel "Wohnqualität". Die beiden Rollen wurden vom
Ehepaar Klinder gespielt, seinerzeit Schauspieler am Nordharzer Städtebundtheater. Wir filmten die Szenerie mit und so kann der Film heute auf DVD angeschaut werden. Bitte aufs Foto nebenan klicken. Für Freunde des hintersinnigen, dennoch deftigen Humors ein Zuckerschlecken...
Beim Heartmade-Festival in Berlin werden meine Hörspiele leider nicht vorgestellt. Sie sind wohl für diese Art Veranstaltung zu lang geraten. Zudem bleibt man gerne unter sich, fällt mir auf. Der Hauptveranstalter ist gar mit 3 Hörspielen vertreten. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Andererseits würde ich mich als Festivalorganisator auch umfassend berücksichtigen. Sei's drum: Allen vertretenen Hörspielmachern wünsche ich rundherum viel Erfolg.
In meinem waidwunden Schmerz über die Zurückweisung kam mir in den Sinn, ob ich es nicht mit einem kurzen Sketch hätte versuchen sollen. Passende Hörprobe? "WAIDMANNSHEIL"
NOVEMBER 2007
In Berlin findet vom 7.-9.Dezember das HEARTMADE-Hörspiel-Festival statt. Hier präsentieren unabhängige Hörspiel- Macher ihre Werke. Auch ich wurde eingeladen, Hörspiele zu diesem "Independent-Event" einzureichen. Der Einladung kam ich gerne nach. Aber wie bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten bestimmen auch bei den "Unabhängigen" Juroren, welches Hörspiel teilnimmt. Und so kann ich erst im Dezember sagen, ob "WSV zwo" oder "Das Haus an der Grenze" dem Festivalpublikum vorgestellt wird. Aber eigentlich ist Berlin ja immer eine Reise wert.Manche Fotos haben eine lange Reise hinter sich, ehe sie auf meinen Fotoseiten landen. Aus Neuseeland erhielt ich von Gisbert Rueben zwei interessante Fotos. Das eine Bild zeigt eine Luftaufnahme von Braunlage aus dem Jahre 1938. Er schreibt dazu:
"links stehen auf dem Schulhof noch alte Hütten. Zu meiner Zeit war von denen nur noch die erste vorne
übrig, in der der olle Herr Saatze wohnte, seines Zeichens Hausmeis
ter und Schulmilch-Herausgeber".
Das zweite Foto zeigt das "Gasthaus Quelle", in der in den 60er Jahren die legendäre "Neue Welt" untergebracht war, wo unzählige Musikgruppen und sogar heutige Weltstars wie Udo Jürgens begeisternde Konzerte gaben.
Weil ich gerade von Musikgruppen erzähle: am 2.November treffen sich in Braunlage Bandmitglieder der ehemaligen "The Early Birds" zum Auffrischen alter Erinnerungen. Mittlerweile existiert in Hamburg eine Nachfolgegruppe namens "The Late Birds". Davon wird an anderer Stelle und zu anderer Zeit noch berichtet...
OKTOBER 2007
z auf die "Keller-Fotos" war durchweg positiv. Viele meiner Webbesucher forderten sogar: Mehr davon! So durchforstete ich alte Kisten, wählte aus, scannte und schuf so zwei neue Archive: ALT-BRAUNLAGE und SÜDHARZ-EISENBAHN! Letzteres ist durch Anklicken des Fotos direkt zu erreichen. Daraus ergibt sich nicht nur ein interessant-historischer Blick auf 60 Jahre SHE, sondern auch eine anschauliche Illustration der im erfolgreichen MTS-Hörspiel "Die Bombe" genannten Bahn-Örtlichkeiten.SEPTEMBER 2007
Letzten Monat erhielt ich eine Email aus Neuseeland, die mich sehr erfreute. Absender: Gisber
t Rueben!ALLGEMEIN
Weil hier und da nachgefragt wird: Der „Mülltonnensender" löste sich 2003 endgültig auf. Gegründet wurde der Verein mit dem Wegwerfnamen unter dem Kürzel „MTS" am
8.September 1972 um 19,20h in der Herzog-Wilhelm-Str.9 - 1.Etage über dem Friseursalon Wegmann. Der Gründungszeremonie vorangegangen waren der Genuß von rund drei Kästen Bier und das Abqualmen mehrerer Schachteln Zigaretten (Marken sind heute leider nicht mehr recherchierbar). Die Gründungsmitglieder hießen:
Heinz „Heini" Nieft, Matthias „Matthe" Warnecke, Ulrich „Kalle" Kleinert, Norbert "N
obi" Tusche sowie meine Wenigkeit.
Insgesamt gehörten in 30 Jahren MTS rd. 50 Personen dem Verein zeitweilig oder längerfristig als Mitglied an. Von Anfang bis Ende war jedoch niemand dabei. Da die Technik (ebenso wie die geselligen Zusammenkünfte) sich leider zu keiner Zeit von selbst finanzierte, waren die Mitgliedsbeiträge insbesondere in den Anfangsjahren enorm hoch.